Tagebuch einer Regenwolke: „Die Niederlage gegen Markus“

10:15 Uhr: Ich, als Regenwolke habe alles gegeben. Ich habe mich extra dunkelgrau aufgepumpt und meine beste „Weltuntergangs-Mischung“ aus Kaltfront und Sprühregen über dem Feldweg abgelassen. Mein Plan: Den Wandertag vorzeitig beenden.

10:30 Uhr: Die Gruppe wirkt vielversprechend. Die Köpfe hängen tief, die Rucksäcke werden schwerer, die Stimmung sinkt proportional zur Feuchtigkeit in den Wanderschuhen. Ein voller Erfolg!

10:32 Uhr: Und dann kommt Markus.

Ich lasse es extra doll schütten, aber was macht er? Er reißt die Arme hoch, formt das Victory-Zeichen und strahlt mich an, als wäre ich eine karibische Mittagssonne. Während der Junge hinter ihm gerade darüber nachdenkt, ob man in Pfützen eigentlich auch ertrinken kann, feiert Markus die „flüssigen Sonnenstrahlen“.

10:45 Uhr: Ich gebe auf. Gegen so viel schlechte Laune bei Petrus kommt man an, aber gegen einen Markus mit wasserdichtem Poncho und unerschütterlichem Grinsen hat selbst die hartnäckigste Regenwolke keine Chance.

Die Moral von der Geschicht’: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur Markus. Und genau diesen Optimismus geben wir weiter – egal, wie nass die Socken werden.